Wie
übt man Iaido?
Untrennbar mit dem Iaido verbunden ist ein
Regelwerk von Grußmustern die jeweils in glei-cher Reihenfolge
vor Beginn des Trainings durchzuführen sind:
-
Verbeugung beim Betreten des Dôjô
- Gruß zum Göttersitz »kamiza« (»hairei«)
- Abknien in Kniesitzposition (»seiza«)
-
kurze Meditation (»mokusô«)
- Gruß zum Lehrer (»shirei«)
- Schwertgruß (»tôrei«)
Danach wird das Schwert in den Gürtel
(»obi«) gesteckt, die Übenden erheben
sich und das Einschneidtraining kann be-
ginnen. Hierbei versucht man zunächst in vertikalen Schneidbewegungen
der Schwert-spitze (»kissaki«) den maximalen Schneid-
radius zu geben. Die nachfolgende Abläufe
gehören zu den Grundelementen (»kihon«)
und vollziehen sich in 6 Abschnitten: |

Die
Abbildung zeigt das korrekte Fassen
des Schwertgriffes (»tsuka«)
1.
Fassen des Griffes (»tsuka no nigiri kata«)
2. Ziehen und erster Schnitt (»nukitsuke«)
3. Schwertausholbewegung
(»furikaburi«)
4. Zweite Schnittbewegung
(»kiriotoshi«)
5. Reinigen der Klinge (»chiburui«)
6. Zurückführen der Klinge
(»nôtô«)
zurück
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Kata
- der »Kampf« gegen den
imaginären Gegner
Außer grundlegenden Zieh- und Schnitttechni-ken werden im Iaido
vor allem Kata (Formen) geübt. Das sind festgelegte Bewegungsabläufe
mit Abwehr- (Block) und Angriffstechniken die
der Situation in einem realen Schwertkampf
entsprechen. Ungefährliche Partnerübungen
mit dem Holzschwert zur Verdeutlichung der Techniken sind ebenso möglich.
Bei der Aus-führung der Kata zählen vor allem Effizienz
des Schnitts, Ausführung, Zeitabfolge und die
richtige Dynamik der Bewegungen. Zu jedem Zeitpunkt müssen auch
Blickrichtung (»me-tsuke«) und Wachsamkeit (»zanshin«)
der Si-tuation entsprechen. Der Betrachter der Kata muß den
imaginären Gegner vor dem geistigen Auge sehen können. Man
sagt, das Schwert
ist wie der Geist dessen, der es führt.
»Be-sitzt der Samurai einen aufrechten
Geist, so führt er auch ein aufrechtes Schwert!« |
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