Vom
Kriegsutensil zum
Statussymbol
»Mit einem solchen Schwert kann man einen
Barbaren erschlagen«, so rühmte ein chinesi-
scher Dichter im 11. Jahrhundert die Schwer-
ter Japans. Schon damals wußten die Chine-
sen die Einzigartigkeit japanischer Schwerter
zu schätzen.
Doch schätzte man das japanische Schwert
nicht nur als äußerst effizientes Kriegsuten-
sil. Es vermochte aufgrund strenger Vor-
schriften »wer«, »wann«, »wo«
und »wel-
che« Schwerter tragen durfte eine Aussage
über den gesellschaftlichen Rang des Trägers
zu vermitteln. So war beispielsweise nur den
Samurai das Tragen des »Daishô« (Schwerter-
paar »katana« und »wakizashi«) möglich.
Erst
1603 wurde Händlern, Bauern und Bedienste-
ten bei Feierlichkeiten das Tragen eines »wa-
kizashi« (Kurzschwert) erlaubt. Shôgune und Daimyô
(Lokalfürst) trugen ein »tachi« (höfi-
sches Prunkschwert von ca. 120 cm Länge).
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Rituelle Reinigungszeremonien und
Gebete zu den Shintô-Gottheiten
begleiteten die Arbeit der japa-
nischen Schwertschmiede.
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Schon
der bloße Neigungswinkel des Schwer-
tes
im Gürtel verriet den gesellschaftlichen
Status des Gegenüber.
Schwerter, Sagen und Helden
Nicht zuletzt sind es die Erzählungen von den
glorreichen Siegen heldenhafter Schwertkäm-
pfer wie Miyamoto Musashi (1584 - 1645), die
dem Samurai-Schwert zu ewigwährender Be-
rühmheit - auch außerhalb Japans - verhalfen.
Noch heute genießt das Schwertschmiede-handwerk und die Kunst
der Schwerthand-habung ein hohes Ansehen in Japan.
Vier Merkmale sind es, die eine Blankwaffe
aufweisen muss, um zur Kategorie der »Sa-
murai-Schwerter« zu gehören:
- geschmiedete Stahlklinge
- einschneidige Klinge
- Klingenkrümmung
- gehärtete Schneide |
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