Shôgun
- der große General
Der
Shôgun war ursprünglich während der
Heian-Zeit ein an kaiserliche Prinzen verlie-
hener Titel. Nach Minamoto Yoritomo, als Be-
gründer des Kamakura-Shôgunats, stand
dieser Titel den Militärs aus der Linie der Mi-
namoto, Ashikaga und Tokugawa zu, die als
legitimierte Militärführung im Namen der kai-
serlichen Macht das Land regierten.
»Bakufu« - Residenz des Kommandeurs
Eng mit dem Begriff des Shôgunats ist das »Bakufu«
verbunden. Seit der Kamakura-Zeit galt diese Bezeichnung als Begriff
für die Mili-
tärregierung und war Synonym für das Shô-
gunat. Insgesamt drei »Bakufu« repräsentie-
ren drei entscheidende Regierungsabschnitte Japans: Kamakura-bakufu
(1102 1333), Muro-machi-bakufu (1336 - 1568) und
das Edo-ba-
kufu (1603 - 1867), im heutigen Tôkyô.
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Samurai in der »Yoroi«
genannten Rüstung
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Samurai
- die Diener des Shôgun
Als
Samurai bezeichnete man die bewaffneten Diener am Kaiserhof und in
den Adelshäusern.
Eine eigene Kriegerkaste - die sogenannten »Bushi« - entwickelte
sich seit dem 10. Jahr-
hundert, als der Kaiserhof die Regionen fern
der Hauptstadt der Selbstverwaltung über-
lassen hatte. In der strengen Gesellschafts-ordnung der Edo-Zeit (1603
- 1867) bildeten
die Samurai den obersten der vier Berufsstän-de. Durch Rückbesinnung
auf Ethik und Diszi-
plin dieser Krieger während der Kamakura-Zeit (»bushidô«)
sollten Mitte des 19. Jahrhunderts nach mehr als 250 Jahren des Friedens
im
Land die Zerfallserscheinungen der Samurai-Kaste aufgehalten werden.
Mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1873 bekamen die Sa-murai
jedoch Konkurrenz aus den unteren
Ständen. 1876 wurde ihnen das öffentliche Tragen von Schwertern
verboten. Ihre Zeit
war abgelaufen. Ihre Geschichte wurde zum
Mythos, dem Stoff der Legenden und Sagen.
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