»Iaidô – Die Schwertkampfkunst der SAMURAI«

Iaidô ist eine japanische Kampfkunst mit einer über 450-jährigen Tradition. Gelehrt wird der Umgang mit dem Samurai-Schwert. Das Iaidô-Training vermittelt jedoch nicht nur die Techniken der Schwertkampfkunst. Den mentalen und philosophischen Aspekten dieser faszinierenden Budô-Disziplin kommen ebenso viel Bedeutung zu. Unser Verein nennt sich »IAIDOKAI«. Unser Dôjô ist Mitglied im Europa-Shibu (Verband). Dôjô-Gründer und Trainingsleiter des IAIDOKAI ist John Görmann (7. Dan Kyôshi). Er ist direkter Schüler von Patrick Fehr-Sensei (8. Dan Junhanshi, Vorstand des Europa-Shibu) und Schüler von Motomu Tanaka-Sensei (9. Dan Hanshi, Präsident des Europa-Shibu). Viel Freude bei der Entdeckung der Schwertkampfkunst »Iaidô« auf den folgenden Seiten.

 

 

居合道 日本の刀剣技術と人格の習練

居合道とは450年の伝統を受け継ぐ日本の剣術で、武士の刀の扱い方を研究します。しかし居合道は単に刀をさばく技術を教えるだけではなく、この武道の精神的、哲学的な面をも重要視します。私たちの会は居合道会という名称で、私たちの道場は居合道会ヨーロッパ支部の構成メンバーとなっています。道場の創始者およびチーフ・トレーナーはジョン・ゲールマン(7 段教士)でパトリック・フェール先生(8 準範士、ヨーロッパ支部代表)の直弟子です。また彼は日本の田中 求先生(9 段範士、ヨーロッパ支部長)の弟子でもあります。以下のページをお読みになり居合道について新たな発見をしてください。

IAIDOKAI Offenburg, Iaido, japanische Schwertkampfkunst

Tanaka-Sensei (9. Dan Hanshi)
田中求先生(9段範士)

Fehr-Sensei (8. Dan Junhanshi)
フェール先生(8 準範士

John Görmann (7. Dan Kyôshi)
ジョン・ゲールマン(7 教士


Herzlich willkommen auf der Homepage des IAIDOKAI Offenburg
Wir freuen uns über Dein Interesse an der japanischen Schwertkampfkunst »Iaidô«. Unsere Homepage gibt es bereits seit unserer Dôjô-Gründung im Jahr 2002. In den vergangenen haben sich das Internet und die Möglichkeiten zur Webseitengestaltung drastisch verändert. Das hat uns dazu bewogen eine komplett neue Webpräsenz aufzubauen. Die Inhalte und deren Darstellung haben wir bei dieser Gelegenheit ebenso überarbeitet: Optisch ansprechend, gut strukturiert und mit allen wesentlichen Inhalten über das Iaidô und unseren IAIDOKAI.  Unsere neu gestaltete Homepage ist seit 1. Mai 2019 online!

Diese Seite ist
»responsive« angelegt. Das heißt, dass sich das Design automatisch jeder Bildschirmgröße anpasst und unabhängig vom verwendeten Endgerät ist, mit dem Du unsere neue Seite besuchst. Zukünftig kannst Du also über Smartphone, Notebook, Tablet oder PC auf unsere Homepage zugreifen und Du bekommst immer eine optimierte Darstellung!

Aktueller Flyer zum Download

Für alle, die sich in kompakter Form über das Iaidô und unseren IAIDOKAI informieren möchten, haben wir in unserem aktuellen Flyer einige Informationen zusammengestellt. Dieser Flyer steht Dir hier zum Download zur Verfügung.

IAIDOKAI Offenburg, Iaido, japanische Schwertkampfkunst
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IAIDÔ – Die Schwertkampfkunst der SAMURAI
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IAIDOKAI Offenburg, Iaido, japanische Schwertkampfkunst

Meine Japan-Reise 2026

Erlebnisreiche Tage im »Land der aufgehenden Sonne«


Es war eine »Mission«, die vor mehreren Monaten begonnen hat. Als feststand, dass ich in diesem Jahr ein weiteres Mal am »Großen Treffen« des Alljapanischen Iaidô-Verbandes in Kyôto teilnehmen werde, begann meine akribische Vorbereitung dieser Reise.

 

Von Tôkyô nach Kôchi

Ein Inlandsflug brachte mich vom Flughafen Tôkyô-Haneda über eine Flugstrecke von rund 600 Kilometern nach Kôchi (Shikoku, Süd-Japan). Als wir entlang der japanischen Ostkünste an der Präfekturgrenze zwischen Yamanashi und Shizuoka vorbeiflogen, hatte ich von meinem Sitzplatz auf der rechten Seite des Flugzeugs – aus einer Flughöhe von 8.500 Metern – bei klarer Sicht einen wunderbaren Blick auf den majestätischen Fujisan. Der Trainingsaufenthalt bei meinem Iaidô-Lehrer Motomu Tanaka-Sensei (9. Dan Hanshi) in Nakamura (Präfektur Kôchi), die Vorbereitung auf das Taikai und die anstehende Kyôshi-Prüfung waren weitere Etappenziele meiner Tage in Japan. Die Prüfung zum Kyôshi folgt auf den 7. Dan. Das Internet erklärt den Kyôshi mit der nachfolgenden Definition. Die Prüfung zum Kyôshi folgt auf den 7. Dan. Das Internet erklärt den Kyôshi mit der nachfolgenden Definition. 

 

Kyôshi – Lehrer des Weges

Kyôshi (教士) ist ein hoher Ehrentitel in den japanischen Budô-Kampfkünsten, der wörtlich als »Lehrer« oder »Lehrer des Weges« übersetzt wird. Als Kyôshi wird ein Experte bezeichnet, der nicht nur über ausgeprägte technische Fähigkeiten verfügt, sondern auch tiefes Verständnis für die theoretischen Hintergründe und historischen Wurzeln der Kampfkünste besitzt.

Teilnahme am »Taikai« des Alljapanischen Iaidô-Verbandes in Kyôto

Vom 3. – 5. Mai 2026 fand das Taikai in Kyôto statt. Das »Große Treffen« (jap. Taikai) ist eine jährliche Großveranstaltung des Alljapanischen Iaidô-Verbandes ZNIR (Zen Nihon Iaidô Renmei). Am Sonntag, den 03.05.2026 war die feierliche Eröffnungszeremonie des dreitägigen Taikai. Meine Iaidô-Vorführung (jap. Enbu) am zweiten Taikai-Tag war die Vorübung für den großen Prüfungstag am Dienstag. Es klingt harmlos und lernbar, doch selbst die Fragen für die Theorieprüfung wollten nicht so richtig in meinen ausgemergelten Kopf. Erst als ich in Japan ankam, füllten sich nach und nach die letzten Lücken. Als die schriftliche Theorieprüfung vorbei war, fiel mir bereits ein kleiner Stein vom Herzen. Und dann hieß es warten, weil die Prüfungen für den Kyôshi erst am Nachmittag stattfanden. Ich musste mich mächtig anstrengen um meine Aufregung zu unterdrücken.

Glücklich nach erfolgreich bestandener Prüfung

Ich habe versucht auszublenden, dass nicht nur das Oberhaupt des ZNIR, Masato Fukui-Sôke und 20 Schiedsrichter die Prüfungen aufmerksam verfolgten, sondern auch weitere rund 100 Zuschauer, die zu den fachkundigen Teilnehmern des Taikai gehörten. Doch es hat alles recht gut geklappt! Ich durchlief alle Pflichtformen und mein freies Kata-Programm, wie ich es unzählige Mal geübt hatte. Dass ich bereits beim Training mit Tanaka-Sensei in Nakamura, bei meiner Vorführung und bei der Prüfung ein »Shinken« – so nennen wir unsere superscharfen »echten Schwerter« aus geschmiedetem Stahl – in der Hand hatte, hatte ich fast schon vergessen. Es ist unglaublich, wie ich mit dem Shinken zu einer Einheit verschmolzen bin. Darüber war ich selbst ein wenig erstaunt! Aber das perfekte Verschmelzen von Schwert, Körper und Geist ist im Iaidô ja unser Ziel! Meine Finger blieben auch alle dran. Wenn man sich bei der Prüfung mit dem Schwert schneidet, gilt die Prüfung definitiv als nicht bestanden. Das gab es tatsächlich leider auch schon. Ich habe mich glücklicherweise noch nie geschnitten und das darf auch so bleiben!

 

Anerkennende Worte von Tanaka-Sensei

Nach der Prüfung meinte Tanaka-Sensei: »Du musst das, was wir besprochen haben, noch intensiv üben. Aber für heute hast Du alles gut gemacht ... yoku dekita!«. Es war eine riesengroße Freude für mich diese anerkennenden Worte von Tanaka-Sensei zu hören. Da fiel eine mega-große Anspannung ab, weil er auch mit meiner Leistung zufrieden war. Daher freue ich mich ganz besonders, dass ich beim Taikai diese hohe Prüfung bestanden habe! Tanaka-Sensei hat mich abermals herzlich bei sich zuhause aufgenommen und rührend umsorgt. Unsere gemeinsamen Trainingsstunden habe ich sehr genossen und versucht seine wertvollen Hinweise bestmöglich umzusetzen. Auch außerhalb des Dôjô hat sich Tanaka-Sensei liebevoll um mich gekümmert, wofür ich ihm sehr dankbar bin! (◠‿◠)

 

Unter 560 Teilnehmern nur drei Nicht-Japaner!

Dieses Jahr waren es 560 Teilnehmer beim Taikai und die Zahl der Nicht-Japaner noch viel überschaubarer als in den Vorjahren. Mit Henrik Johann Fürstenberg aus Dänemark, Ally Lawson aus Texas und mir waren wir nur zu dritt. Wobei Henrik und Ally schon seit vielen Jahren in Japan leben. Eines war gewiss – wir waren als Ausländer unter allen Teilnehmern sofort gut zu erkennen. Inspirierende Begegnungen, sehr nette Austausche mit den Einheimischen und das tiefe Eintauchen in diesen faszinierenden »Kosmos« prägten die Tage in der alten Kaiserstadt. Durch die erfolgreich bestandene Kyôshi-Prüfung wurden die Trainingsanstrengungen der vergangenen Monate wunderbar belohnt! (◠‿◠)

 

Spendenübergaben im Rahmen unseres JAPAN-Hilfsprojekts »Von Herz zu Herz«

Nach dem Taikai führte mich meine Reise nach Nord-Japan in die Tôhoku-Region. Es war eine abermalige Rückkehr in die Katastrophengebiete von damals. Das Ausmaß der Verwüstungen, die durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März 2011 entstanden sind, ist auch heute – 15 Jahre nach der Katastrophe – noch unglaublich! 28.000 Häuser wurden in diesem Ort zerstört. Von den 18.500 Opfern der Katastrophe verloren allein in Ishinomaki 4.000 Menschen ihr Leben. Ich wollte mich ein weiteres Mal mit Shigeki Shibata – Gründer und Leiter des Kinderhilfswerks »Nijiiro-kureyon« – in Ishinomaki treffen. Und auch mit Professor Hitoshi Shiwaku von der Tôhoku-Universität in Sendai war ein Treffen geplant. Ich hatte zwei symbolische Spendenschecks vorbereitet, die ich Shibata-san und Shiwaku-Sensei übergeben wollte. Je 300.000 Yen – jeweils rund 1.600 EUR – sollten an das Kinderhilfswerk und an das Kinderheim »Aoba Gakuen« in Fukushima gehen.

Wiedersehen mit Shigeki Shibata in Ishinomaki

Im März 2025 hat uns Shigeki Shibata zum ersten Mal in Deutschland besucht. Jetzt gab es ein herzliches Wiedersehen mit ihm und seiner Familie in Ishinomaki! Nach meiner Ankunft besuchten wir den Hiyoriyama-Park und den »Ishinomaki Minamihama Tsunami Memorial Park«. Diese weitläufige Anlage erinnert an die Auswirkungen und Verwüstungen der Tsunami-Katastrophe. Schreckliche Bilder der Kadonowaki-Grundschule gingen damals um die Welt. Das schwer beschädigte Gebäude ist heute ein Mahnmal und erinnert mit zahlreichen Fotos auf Gedenktafeln an die Zeit vor der Katastrophe. Die Übergabe des symbolischen Spendenschecks erfolgte in den Räumen des Nijiiro-kureyon. Shibata-san und sein Team bedankten sich sehr für unsere abermalige Spendenunterstützung!

 

Unsere »Deutsch-Japanische Freundschaft«

Am Abend hat mich Shigeki zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen und ich durfte alle Speisen genießen, die die japanische Küche zu bieten hat. Das war wunderbar! Da die meisten Japaner niemals freiwillig Englisch sprechen, haben wir uns ausschließlich auf Japanisch unterhalten. Und ich kann es selbst kaum glauben, wie super das funktioniert, wenn sich alle auf mein recht schlichtes Sprachniveau einlassen. Es gab nichts, über das wir uns nicht unterhalten konnten! (◠‿◠)

 

Am Folgetag reisten wir gemeinsam nach Matsushima, einem wunderschönen Küstenort zwischen Ishinomaki und Sendai. Dort verbrachten wir weitere schöne Stunden. Wir besuchten den bekannten Zen-Tempel »Zuigan-ji«, genossen ein herrliches Bad in einer heißen Onsen-Quelle und feierten unsere »Deutsch-Japanische Freundschaft«, die uns mittlerweile schon 15 Jahre miteinander verbindet. Einen Tag später fuhren wir weiter nach Sendai. Professor Hitoshi Shiwaku empfing uns auf dem Campus der Tôhoku-Universität. Gemeinsam besuchten wir die Aoba-Burg in Sendai. Vor dem Reiterdenkmal von Date Masamune übergab ich Shiwaku-Sensei den symbolischen Spendenscheck für das Kinderheim »Aoba Gakuen«. Am frühen Abend kehrte ich nach Tôkyô zurück.

IAIDOKAI Offenburg, Japanische Schwertkampfkunst, John Görmann, Toru Tanabe, Synchronsprecher

 

Abendessen mit Synchronsprecher Tôru Tanabe

Ein weiteres Highlight war ein Treffen am Freitagabend vor meiner Abreise. Ich stehe seit längerer Zeit in Kontakt mit Tôru Tanabe. Tanabe-san ist die deutsche Stimme von Ken Watanabe alias »Moritsugu Katsumoto« aus dem Blockbuster »Last Samurai«. Ich habe Tôru zum Abendessen eingeladen. Seine Synchronsprecherstimme ist für Colin und mich seit vielen Jahren »Kult«. Wir können fast alle Dialoge aus diesem Film mitsprechen. Es war eine große Freude für mich, dass wir uns zum ersten Mal persönlich kennengelernt haben! (◠‿◠)

 

Am Samstag, den 9. Mai 2026 bin ich von dieser fantastischen Reise zurückgekehrt. Die tollen Erlebnisse dort werden mir sicherlich sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben. Ein herzlicher Dank gilt meiner lieben Nikola und unsere Buben Colin und Dustin, die mich bei der Planung und Umsetzung dieser Japan-Reise umfangreich unterstützt haben. (◠‿◠)

 

Renchen, Mai 2026                                                                            John Görmann



IAIDÔ – Schwertkampfkunst der SAMURAI

Einladung zum Probetraining für Iaidô-Neueinsteiger und Interessenten


Zu unserem wöchentlichen Training im Budô-Sportzentrum sind Iaidô-Neueinsteiger und Interessenten jederzeit herzlich willkommen und zum Probetraining eingeladen. Wir zeigen Dir wie unser Training abläuft und erzählen Dir Wissenswertes über unseren IAIDOKAI und die Organisation unseres Verbandes. Außerdem geben wir Dir in einer kleinen Demonstration Einblicke in verschiedene Iaidô-Kata. Du kannst gerne nur zuschauen oder auch gleich mitmachen und die ersten Iaidô-Grundelemente kennenlernen. Einfache Trainingskleidung reicht vollkommen aus. Ein Holzschwert können wir Dir zur Verfügung stellen. Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Deine Anmeldung per Telefon unter 07843/994188 oder auch über unser Kontaktformular.  いらっしゃいませ irasshaimase herzlich willkommen! (◠‿◠).

IAIDOKAI Offenburg, Iaido, japanische Schwertkampfkunst, John Görmann

 

Was ist Iaidô?

Sinngemäß übersetzt man den aus drei Schriftzeichen bestehenden Begriff Iaidô ... 居合道 mit »Der Weg des Einssein von Körper und Geist«. Man strebt zu jedem Zeitpunkt des Trainings die Einheit von Geist (ki), Schwert (ken) und Körper (tai) an. Das Schriftzeichen »dô« steht hierbei für den klassischen »Weg« bei der Erlernung der Kampfkünste ... das Bestreben sich ständig verbessern zu wollen. Mit dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen hatte das Schwert zur Verteidigung des Lebens an Bedeutung verloren und man entdeckte es in dieser Zeit als ein Hilfsmittel zur Kontrolle und Erziehung des eigenen Seins.

 

Weitere Informationen findest Du in unserem Infoflyer, der Dir am Seitenanfang zum Dowload als PDF-Datei zur Verfügung steht.