Prüfungswesen

Im Iaidô gilt das traditionelle Graduierungssystem der Kampfkünste vom Schüler- (Kyû) zum Meistergrad (Dan). Es gibt jedoch keine Gürtelfarben, die die Graduierung anzeigen. Unsere Prüfungen beinhalten für alle Kyû- und Dan-Graduierungen jeweils einen Theorie- und einen Praxisteil. Die theoretischen Fragen findest Du zum Download auf unserer Unterseite Media.

 

Im praktischen Prüfungsteil ist eine bestimmte Anzahl an »Kata« auszuführen. Diese festgelegten Bewegungsabläufe mit Abwehr- und Angriffstechniken entsprechen der Situation in einem realen Schwertkampf. Hierbei muss der Prüfling das Szenario zwischen den Kontrahenten kennen, um bei der Vorführung der Kata die einzelnen Sequenzen nachempfinden und durch korrekte Schwerthandhabung demonstrieren zu können. Die geforderten Prüfungsformen bestehen aus einer variablen Anzahl an Pflicht- und Kür-Kata. Einige Dan-Prüfungen setzten sich ausschließlich aus Pflicht-Kata zusammen.

 

Bei der Ausführung der Kata zählen vor allem die Effizienz der Schnitte, die Ausführung der einzelnen Techniken, deren zeitliche Abfolge und die richtige Dynamik der Bewegungen. Zu jedem Zeitpunkt müssen auch die Blickrichtung (metsuke) und Wachsamkeit (zanshin) der Situation entsprechen. Der Betrachter der Kata muss den imaginären Gegner vor dem geistigen Auge sehen können.

 

Regelwerk des Zen Nihon Iaidô Renmei (全日本居合道連盟)

Die Abnahme unserer Prüfungen im Europa-Shibu erfolgt nach dem Regelwerk des Alljapanischen Iaidô-Verbandes »Zen Nihon Iaidô Renmei« (全日本居合道連盟). Ausführliche Informationen zum ZNIR und zum Europa-Shibu findest Du auf unserer Unterseite [ Organisation ]. Die Übungsleiter schlagen ihren Schüler nach Erlangung der Prüfungsreife das Antreten zur jeweiligen Prüfung vor. Die Möglichkeit zum Ablegen einer Kyû-Prüfung besteht grundsätzlich auf allen Lehrgängen unseres Shibu im Jahresverlauf. Dan-Prüfungen sind grundsätzlich nur beim Jahreshauptlehrgang (Zeitraum Juni/Juli) im Honbu-Dôjô in Kassel möglich.

 

Unabhängig vom Absolvieren einer Prüfung sichert die beständige Fortbildung aller Übungsleiter durch Lehrgangsbesuche die Qualität des Trainings in den einzelnen Iaidô-Gruppen (Dôjô) unseres Verbandes. Die Zulassung zu den höheren Dan-Prüfungen in Japan bedingt jedoch die Erfüllung bestimmter Kriterien in der vorangehenden Vorbereitungszeit auf eine Prüfung. Wir sprechen hier von »Korrekturen« durch die Teilnahme an unseren Lehrgängen im Europa-Shibu. Diese notwendigen Korrekturtermine variieren in Anzahl und zeitlicher Abfolge. Je nach angestrebtem Prüfungstermin in Japan. Darüber hinaus bedarf die Anmeldung zu diesen Prüfungen der Zustimmung durch das Prüfungskomitee des Europa-Shibu und der Zustimmung unseres Europa-Shibu-Präsidenten Tanaka Motomu-Sensei (9. Dan Hanshi).

 

Dem Prüfungskomitee gehören die nachfolgenden Dôjô-Leiter an:

 

Patrick Fehr, 8. Dan Kyôshi

Christian Bucher, 7. Dan Renshi

John Görmann, 7. Dan Renshi

Wout Verschueren, 7. Dan Renshi

Christoph Kopp, 7. Dan Renshi

 

Weitere Fragen zu unserem Prüfungswesen beantworten die Übungsleiter

und der Vorstand unseres Europa-Shibu Patrick Fehr-Sensei.